
efke IR 820
Infrarotfilm
Der efke IR 820 hat eine echte 820nm Infrarot-Sensibilisierung.
Ohne Filterung kann er mit 100 ASA belichtet werden.
Um den gewünschten Infrarot-Effekt zu erzielen kann er mit Dunkelroten oder mit Schwarzfiltern (Infrarotfiltern, z.B. Heliopan 665nm- bei uns erhältlich-) belichtet werden.
Wichtig ist, daß die Empfindlichkeit nicht analog zur Filterdichte abnimmt- zusätzlich zur Dichtekorrektur also eine weitere Belichtungskorrektur notwendig ist.
Am besten ist es für den ersten Film eine Belichtungsreihe von -2 bis +2 zu schießen.
Mit Schwartzfilter liegt die nutzbare Empfinlichkeit meistens so um die 3-12 ASA.
Der Film ist in seiner Arbeitsweise vergleichbar mit dem nicht mehr erhältlichen MACO IR 820.
Im Vergleich zum Rollei IR hat der efke zwar weniger Ausgangsempfindlichkeit, durch seine weiter in den Infrarotbereich hineinragende Sensibiliserung hat er jedoch hinter Schwarzfiltern/Infrarotfiltern dieselbe oder gar eine höhere Empfindlichkeit.
Wir haben auch noch Reste vom Maco IR 820 „Aura“ als Planfilm 4x5“. Dieser Film hat keinen Lichthofschutz und zeigt zusätzlich zum Infraroteffekt den typischen Überstrahlungseffekt alter Lichthofschutzfreier Emulsionen.
Der Film kann in jedem handelsüblichen Entwickler verarbeitet werden.
Beim einlegen des Filmes in die Entwicklungsdose muss völlige Dunkelheit herrschen.
Es ist darauf zu achten, daß einige Kunststoffolien, welche gerne als Laborfenster-Verdunkelung eingesetzt werden, Infrarotlichtdurchlässig sind. Das Auge des Fotografen kann dieses Licht nicht erkennen. Auch sind einige dünnwandige Kunststoff-Entwicklungsdosen nicht ausreichend Infrarotliochtundurchlässig für eine Weiterverarbeitung unter hellem Raumlicht.
Im Gegenzug sind keine zusätzlichen Einschränkungen zu befürchten wenn der Film bei Flugreisen durch eine Röntgenkontrolle gegeben werden muss.
Infrarotfilme sind in den Infraroten Bereich sensibilisiert.
Röntgenstrahlen liegen unterhalb der UV Strahlen also am ganz anderen Ende der Skala.
Durch die IR Sensibilisierung wird sogar die UV Empfindlichkeit des Films verringert.
Filme sollten grundsätzlich immer im Handgepäck befördert werden und niemals im Check-In Gepäck reisen.
Nahezu alle verwendeten Handgepäckkontrollgeräte sind "film safe" bis 3200 ASA.
Verarbeitungshinweise:
ADOX ATM49: 8 Minuten
Ilford ID 11 Stamm: 8 Minuten
Ilford Microphen Stamm: 7 Minuten
Ilford Perceptol Stamm: 10 Minuten
Kodak D-76 Stamm: 8 Minuten
Kodak HC-110 Dil. B: 7 Minuten
Kodak T-max 1+4: 7 Minuten
Kodak Xtol 1+2: 16 Minuten
Tetenal Ultrafin 1+10: 8 Minuten
Tetenal Ultrafin 1+20: 11 Minuten
