Rotlichtleuchte


Häufige Fehler bei der Filmentwicklung:

Das Negativ ist zu dicht aber nicht zu hart
Fehlerursache: Überbelichtung bei der Aufnahme.

Abhilfe: Eine Höhere Filmempfindlichkeit einstellen

Das Negativ ist zu dicht und zu hart
Fehlerursache: Überentwicklung.
Abhilfe: Kürzer Entwickeln ggf. die Temperatur prüfen (nicht zu hoch!), weniger stark bewegen, Stoppbad benutzen, Entwicklerverdünnung kontrollieren.

Das Negativ ist zu weich (flau- kaum etwas zu erkennen)
Fehlerursache: Unterentwicklung oder Unterbelichtung.
Abhilfe: Prüfe ob die Randnummern auch blass sind (dann ist es Unterentwicklung). Sind die Randnummern kräftig und deutlich stärker als das Bild war es Unterbelichtung. Sonst Unterentwicklung. Gehe vor wie bei Überentwicklung nur andersrum also länger Entwicklen, stärker Bewegen, Entwickler weniger Verdünnen. Verdünnungsfaktor angewandt ?

Der Entwickler verfärbt sich beim Entwicklen blau oder rot
Fehlerursache: Kein Fehler ! Es ist der Lichthofschutz der sich ablöst.

Planfilme sind nach der Entwicklung bei den großen Formaten “streifig”
Ursache: Gelatineschutzschicht möglicherweise nicht gleichmässig von Entwickler durchdrungen weil Schutzschicht nicht gelöst wurde.
Abhilfe: Vor dem Entwicklen im Tank 2 Minuten  Vorwässern. Entwicklungszeit um 30 Sekunden Verlängern (weil der Entwickler erst das eingezogene Wasser aus der Schicht verdrängen muss)

Emulsionsablösungen beim Entwicklen
Kleine Emulsionsstückckchen reissen ab oder die ganze Emulsion läuft vom Träger.
Ursache: Keine Emulsion ist auf dem Träger “festgeklebt”. Theoretisch kann sich die Emulsion von jedem Träger lösen. Die Kunst ist es alles richtig zu machen damit das nicht passiert. Klassische Filme wie der efke oder Classicpan sind empfindlicher als moderne. Dennoch sollte sich bei keinem Film die Emulsion ablösen wenn alles richtig gemacht wurde. Ganz wichtig hierbei ist die Verarbeitungstemperatur von 20 Grad einzuhalten.
Abhilfe: Prüfe ob die Verarbeitungstemperatur über 20 Grad lag und gehe ggf. runter. Härte die Emulsion mit etwas Härterzugabe. Rotiere nicht auf Stufe 2. Lasse das rotieren ggf. ganz und versuche es mit Handentwicklung. Verwende testweise kein zitronensaures Stoppbad sondern essigsaures oder LP Geladur im Entwickler. Verzichte ganz auf das Stoppen.

Der Film hat nach dem trocknen Flecken

Ursache: wahrscheinlich Kalk im Wasser.
Abhilfe: Netzmittel benutzen und ein Schlussbad mit destilliertem Wasser. Vorsichtig (!) Abstreifen.
Ruhig nochmal nachwässern in dest. Wasser !

Der Film ist silbrig schimmernd und fleckig oder nicht klar
Mögliche Ursache: Fixierer erschöpft oder falsch fixiert
Abhilfe: Frischen Fixierer ansetzen und ggf. nachfixieren. Danach erneutes Wässern nicht vergessen. Immer die Kapazität des Fixierers berechnen und ggf. Strichliste führen.
Achtung: einige Filme haben einen grauen (Foma und Agfa) oder rosafarbenen Träger (Mäxe) der sich im normalen Fix nicht vollständig klärt. Das macht nichts. Wer es unbedingt klar haben muss der kommt z.B. bei Mäxen am Hypo Clear nicht vorbei. Lavaquick hilft auch manchmal.
Leich rosafarbener Träger bei efke Filmen ist auch normal und macht nichts. Wen es stört: einen Tag an die Sonne legen und die Farbe ist weg (ist nämlich nicht lichtstabil).


Fehlersuche: Liegt es an mir oder am Papier ?

Die häuigsten Fehler bei S/W Papieren:

Fehler Nummer 1: Das Papier ist grau- es “kommen keine Kontraste"
Mögliche Ursache: Falsches Dunkelkammerlicht.
Abhilfe: Schleiertest durchführen. Papierpackung in völliger Dunkelheit öffnen- ein Blatt entnehmen (ggf. kleinschneiden) und eine münze darauf legen. DUKA Licht einschalten. 5 Minuten warten und dabei Blatt und Münze (ohne diese zu verschieben) über alle Arbeitsbereiche tragen. Dann (ganz wichtig !) DUKA Licht löschen und das Blatt (natürlich ohne die Münze) entwickeln- stoppen- fixieren. Bitte nicht zu kurz entwicklen. Volle 120 sekunden bei 20 Grad. Kurz spülen und bei hellem Licht begutachten. Sieht mann da wo die Münze lag einen hellen Fleck ist der Rest Vergraut. In diesem Fall die Farbe des DUKA Lichtes prüfen. Meistens ist es grün und das Papier ist Multigrade Papier. Grünes Licht gegen rotes oder orangenes tauschen. Ist die Lichtfarbe OK (also rot ggf. sogar DUNKELROT wie z.B. für ADOX Fine Print Vario Classic oder orange und wirkliche Fotolampen nicht Party Birnen o.ä.) Abstand der Lampe zum Arbeitsbereich erhöhen. Ggf. Prüfen on Fremdlicht einfällt.

Fehler Nummer 2: Das Papier ist grau- es kommen keine Kontraste aber mein DUKA Licht ist es nicht und ausserdem ist der Rand schön weiss !
Mögliche Ursache: Streulicht !
Abhilfe: Vergrößerer mit schwarzem Gewebeband abdichten (achtung nicht die Kühlungsschlitze zukleben sonst wird er zu heiss !) und die Wand hinter dem Vergrößerer schwarz streichen.
Fehler Nummer 3: Das Papier ist streifig - Mein XY-Speed aber einwandfrei in derselben Chemie
Mögliche Ursache: Entwickler fast tot oder Fixierer verschleppt aber Ihr vergleicht ein Papier OHNE eingelagerte Entwicklersubstanzen gegen ein Papier MIT eingelagerten Entwicklersunstanzen. Das Papier mit Entwicklersubstanzen entwickelt noch streifenfei aber das ohne Entwicklersubstanzen streift und entwickelt nicht aus.
Abhilfe: Entwickler frisch ansetzen. Ggf. Test ob mit N113 (oder einem anderen satt arbeitenden Pulverentwickler Problem auch besteht).

Die häufigsten Fragen und Fehler bei Farbpapieren

Fehler Nummer 1: “Blaue Schwärzen”
 Fehlerbeschreibung: Das Bild zeigt kein richtiges Schwarz. Alles was eigentlich schwarz sein sollte schillert blau.
Ursache: Entwicklungszeit zu kurz oder Temperatur zu niedrig oder zu wenig regeneriert.
Abhilfe: Verlängere die Entwicklungszeit. Gehe auch über die Empfehlung des Herstellers für die Chemie hinaus. 
-oder alternativ: erhöhe die Temperatur.
- oder alternativ: regeneriere mehr !
Fehlerbeschreibung: “Die blauen Stellen treten fleckenartig oder partiell auf”
Ursache: ungenügende Bewegung beim Entwicklen.
Abhilfe in der Schale: besser bewegen
Abhilfe in der Maschine: Flüssigkeitsstand kontrollieren (zu wenig ?). Steht die Maschine gerade ? Wird die Chemie richtig umgewälzt (Pumpen funktionieren ?). Wenn alles richtig läuft gehe langsam so vor wie oben beschrieben für ganz blaue Schwärzen.
Grundsätzlich: Jedes Papier muss auf jede Chemie abgestimmt werden. Der Prozess ist optimal kalibriert, wenn die Temperatur/Entwicklungszeit so variiert worden sind, daß das Papier gerade keine blauen Schwärzen mehr aufzeit und überall Schwarz ist. Wenn zu lange verlängert wird kann es passieren, daß die Lichter belegt herauskommen !

Fehler Nummer 2: “Blaue Weissen oder ein blauer Verlauf auf dem Bild”
Fehlerbeschreibung: Das Bild hat anstatt weiss Blau, einen blauen Verlauf, oder Von Gelb nach grün verlaufende Farben.

Ursache: Falsches Dunkelkammerlicht oder DUKA Licht zu hell.
Abhilfe: Licht ausschalten und test machen ob das wirklich die Ursache war. Danach Licht herunterregeln bis Fehler weg ist.
Wenn der Fehler nur im Bild und nicht im weissen Rand auftritt: Licht im Bereich des Vergrößerungsgerätes zu hell und nur über den Schalen/Am Prozessor OK.

Fehler Nummer 3: “Belegte Lichter- kein richtiges weiss”
Fehlerbeschreibung: Das Bild ist in den Bildweissen und am Rand nicht wirklich weiss.

Vorab-Klarstellung: Kein Farbpapier ist so weiss wie die Rückseite des Papieres oder wie ein S/W Papier. Wenn man es gut trifft, dann ist es nur leicht cremefarben. Einige Papiere sind ganz schön gelblich.

Frage: Ist das weiss eventuell rötlich schimmernd ?

Wenn ja: zu wenig oder zu kalt gewässert- BX Rückstände in der Emulsion. Abhilfe: Superstabibad benutzen und besser und wärmer wässern. I.d.R. mindestens mit 35 Grad warmen Wasser wässern.
Wenn nein: ist das weiss bläulich ? Wenn ja siehe Fehler 2. Wenn nein: gehe vor wie im letzten Absatz von Fehler 1 beschrieben. Bei frischer Chemie sollten akzebtable Ergebnisse herauskommen.
Das Bild ist immer noch schmutzig grau belegt: Hast Du das Papier frisch gekauft und danach immer im Kühlschrank aufbewahrt ? Hast Du das Papier in Mitte gekauft, auf die Hutablage im Auto gelegt und bist dann bei praller Sonne im Sommer erstmal damit nach Wannsee zum Baden rausgefahren ? Es riecht nämlich alles verdammt danach, daß dein Papier überlagert ist oder falsch gelagert wurde... Dennoch bedenke immer reines Weiss gibt´s nur bei schwarzweiss Papier und unser Classic ist wesentlich weisser als TETENAL Colortec. Dafür hat Colortec z.B. bessere Hauttöne.

Fehler Nummer 4: Mechanische Beschädigung der Emulsion - gang, ganz selten !
Fehlerbeschreibung: Das Bild wird von hauchfeinen Streifen oder Kratzern durchzogen.

Frage 1: Tritt der Fehler immer an der selben Stelle auf auch wenn ein anderes oder kein Negativ verwendet wird ?

Wenn nein: Fehler liegt am Negativ oder am Vergrößerungs-Gerät und nicht am Papier
Wenn ja: Tritt der Fehler in der selben Laufrichtung auch dann auf, wenn das Papier andersherum in den Entwicklungsapparat gesteckt wird ?
Wenn nein: Fehler liegt am Entwicklungsapparat.
Wenn ja oder wenn i.d. Schale Entwickelt: möglicherweise Emulsions oder Konfektionierungsfehler. Bitte sehe Dir untenstehendes Beispiel an und sende uns Proben und den Rest des unbelichteten Materials zu.
Bildbeispiel für eine Fehlerhafte Emulsion. Durchgängiger Kratzer auf allen Blättern.

RA-4_fehler_bei_Fujicolor_detail.JPG



Allgemein: Emulsionen werden auf langen Rollen hintereinander begossen. Fehler treten daher fast immer über alle Blätter hintereinander an der selben Stelle auf und sind auf allen Blättern gleich. Flecken oder partielle Fehler sind produktionstechnisch fast ausgeschlossen und i.d. regel Chemie, Verarbeitungs- oder Belichtungsfehler.